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Der zweite Zusatzinhalt ist das zweite Buch, welches Andamus liest: Der erste Teil der Reihe, der die Überlegenheit der Vampire schildert. Hier geht es speziell um den "Reinvampir", den ersten Vampir, der dem treuen Leser von "Bestia" sehr wohl bekannt sein sollte. ;)
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Die Überlegenheit des Reinvampirs von
Vampirfürst Nulnanor
Werter
Leser, in dieser Reihe von Abhandlungen wird endlich geklärt werden, in welchen Punkten die vampirische Rasse bzw. Rassen, die mit der vampirischen Saat versetzt sind, den sterblichen Rassen überlegen ist. Allerdings werden hier bloß die zehn dominanten Rassen Tamriels in Betracht gezogen werden, um dem Leser das Verständnis zu erleichtern. Solltet Ihr, lieber Leser, ein Sterblicher sein, wird euch euer Dasein nach der Lektüre dieser Schrift vermutlich wertlos und klein vorkommen. Da sie damit schlussendlich die Wahrheit erkannt haben, sollten sie in Betracht ziehen, sich mit der dunklen Saat infizieren zu lassen.
Vornherein soll gesagt werden, dass auch zwischen Vampiren Unterschiede gemacht werden müssen. So unterscheiden sich die Nachtpirscher in ihrer Reinrassigkeit. Die reinsten Vampire sind von Molag Bal direkt mit der Saat gesegnet worden, statt diese durch eine Infizierung zu erhalten. Dies geschieht heute nur noch in einem Ritual, in dem die Frauen eines Molag Bal-Kultes dem Daedrafürst dargeboten werden. Die daraus resultierenden, reinrassigen Vampire werden als „Töchter von Kalthafen“ bezeichnet. Diese sind ebenso mächtig wie selten.
Der reinste aller Vampire ist derjenige, der zuallererst mit der Saat in Kontakt kam. Seine Kräfte sind ebenso legendär wie auch geheim. Es ist sichergestellt, dass dieser Vampir noch lebt (meine Wenigkeit kennt ihn persönlich), und dass er über gewaltige Kräfte verfügt, die selbst er nicht einsetzen möchte. Mir hat er nicht alle seiner Mächte offengelegt und mir noch nicht einmal von allen erzählt. Noch weniger von ihnen darf ich hier schildern.
Massenhypnose. Der Reinvampir ist dazu in der Lage, eine Vielzahl von Wesen gleichzeitig mental zu kontrollieren, dabei kann es sich um menschliche Sterbliche, um Tiere oder auch um Vampire oder Daedra handeln. Kein eigenständiger Gedanke ist vor ihm sicher. Wie groß sich die Massen, die er kontrollieren kann, nun darstellen, ist ungewiss. Fest steht aber, dass es für ihn keine Unterschiede gibt, was die Schwierigkeit der mentalen Kontrolle angeht. Er scheint selbst den höchsten anderen Wesen so weit überlegen zu sein, dass alle anderen Gedankenstrukturen für ihn simpel erscheinen.
Fledermauskräfte. Lesern, die an dieses Buch kommen, muss vermutlich nicht mehr erklärt werden, dass manche klischeehaften Mythen über uns Vampire der Wahrheit entsprechen. Beispielsweise unsere Verbundenheit mit der Fledermaus, auch wenn sie sich ein wenig anders gestaltet als in den Kindermythen. Die bloße Verwandlung in nur eine Fledermaus wäre allerdings auch absolut unter unserer Würde. Während es den mächtigeren Vampiren möglich ist, sich kurzzeitig in einen Schwarm Fledermäuse zu verwandeln um beispielsweise auszuweichen, kann der Reinvampir diese Gestalt annehmen, so lange er will. Dies ermöglicht ihm, jeden erdenklichen Weg zu seinem Ziel zu nehmen, Angriffen geschickt auszuweichen und sich meisterhaft einzuschleichen. Die Größe des Schwarms kann der Reinvampir variieren, wie er will. Ein paar alte Quellen berichten davon, dass diese Schwärme so groß sein könnten, dass sie die Nacht zum Tage machen würden. Der Reinvampir selbst wollte dazu allerdings keine Aussage machen.
Eine weitere Fledermauskraft, die nur ihm eigen ist, ist das Herbeirufen von Fledermausschwärmen. Ob es sich dabei allerdings um eine Art Beschwörungszauber oder um einen tatsächlichen Lockruf handelt, ist nicht klar. Fest steht jedoch, dass der Biss dieser Fledermäuse unter bestimmten Umständen das Opfer direkt mit der Vampirsaat infiziert. Der Reinvampir hat also offenbar die Möglichkeit, ein Heer von unreinen Vampiren zu erschaffen. Die Problematik dabei ist jedoch, dass es sich bei diesen um die unreinsten aller Blutsauger handelt (von einem Tier infiziert), die in ihren ersten Tagen jeglichen menschlichen Verstand verlieren und erst nach etwa einer Woche überhaupt ansprechbar sind. Sollte der Reinvampir also nicht darauf aus sein, einen Landstrich komplett zu entvölkern und zu zerstören, ist diese Kraft höchst unpraktisch. Allerdings werden die Gebissenen wie bereits geschildert nur unter bestimmten Umständen infiziert, das heißt, dass ein nicht erkranktes Heer von Fledermäusen sehr wohl eine praktische Kraft darstellen kann. Beispiele, wann er dies eingesetzt hat, wollte mir der Reinvampir aber ebenfalls nicht geben.
Zudem gab er noch an, noch mehr Fledermauskräfte zu besitzen, die er mir jedoch nicht schildern wollte.
Ultimativer Lebensentzug. Der gemeine Vampir verfügt über einen Zauber, mit dem sich die Lebenskraft des Gegners absorbieren lässt. Dies meint gesundheitlichen Schaden beim Gegner, während sich der Vampir regeneriert. Diese Kraft besitzen Vampirfürsten in verstärkter Form, und der Reinvampir in der Ultimativen. Er ist in der Lage, den Zauber des Lebensentzugs wellenartig gleichzeitig in alle Richtungen zu schicken, die Ausbreitung der Welle soll dabei so schnell sein, dass sie für das Auge gerade noch nachvollziehbar ist. Diese Version ist allerdings unpraktisch, da sie natürlich von allem im Radius Leben entzieht, ob Freund oder Feind. Deshalb greift der Reinvampir lieber auf die Strahlversion zurück, in der er einen oder mehrere Strahlen von Lebensentzug gezielt abfeuern und halten kann. Diese Lebensentzugskraft ist so konzentriert, dass sich der Zauber nicht rot, sondern pechschwarz manifestiert und selbst mächtige Gegner in wenigen Sekunden tötet. Der Reinvampir demonstrierte mir das an einigen Trollen.
Somit sind die Kräfte des Reinvampirs beschrieben, die die Leserschaft erfahren darf. Jedoch stellt sich die Frage, warum der Reinvampir, der aller erste Vampir, der mächtigste von allen ist. Ober besser, warum sich die Vampirsaat über die Töchter von Kalthafen weiterentwickelt und verbessert hat. Nun, diese Frage lässt sich nicht wirklich klären. Immerhin ist die Vampirsaat ein daedrisches Geschenk und steht deshalb selbst noch über dem Begriffshorizont eines Vampirs. Verstehen können wir die Saat niemals, jedoch fühlen. Und so wird man bei der Befragung von uralten und von frischen Vampiren bemerken, dass der Wille zur Macht, das überlegene Wesen, die erhabene Intelligenz und die körperliche Stärke bei frischeren Vampiren weniger stark vorhanden sind. In einer langen Studie habe ich für jedes Jahrhundert zwei Vampire befragt, dann ewige Zeit Raum gelassen und schlussendlich den ältesten aller Vampire, den Reinvampir, untersucht. Es scheint, dass die Vampirsaat über die Ewigkeit schwächer geworden ist und ihre Wirkung im Lebewesen weniger souverän ist. Nun stellt sich aber eine weitere Frage: Woran liegt das? Hat Molag Bal über diese Zeit an Macht verloren? Ist die Vampirsaat ein begrenzter Vorrat, wie magische Macht, die von Molag Bal nun sparsamer eingesetzt wird? Viele ungeklärte Fragen über uns selbst, die sich hoffentlich irgendwann in einem Gespräch mit unserem Schöpfer Molag Bal selbst klären lassen.
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