Ich hielt es für sinnvoll, diese Frage einmal zu klären, bevor ich dann wirklich mal mit dem Rezensieren Anfange: Was wären meine Kriterien, um ein Album oder einen Künstler zu bewerten?
Ich würde gar keine Kriterien haben. Tendenziell bin ich bei Bewertungen kein Freund davon, das, was vor einem liegt, in jedes kleinste Bestandteil zu zerlegen. Man sollte von dem Punkt ausgehen, das Rezensionsexemplar als Ganzes zu betrachten; so wird man schon merken, ob es schlussendlich seinen Zweck erfüllt oder nicht.
Beispiele: Ich kann es nicht leiden, wenn Spielezeitschriften ein Videospiel am Ende des Artikels bewerten - als ob der Artikel nicht gereicht hätte. Die Empfindungen und Ansichten des Schreibers sind in der Situation, die aus dem Artikel hervorgeht, viel wertvoller als wenn man sie am Ende als Zahlen ausdrückt. Als positives Beispiel kann ich da nur das Magazin Elektrospieler nennen, die dieser völlig überflüssigen Methode entsagen. Hier wird es richtig gemacht: Nicht nur, dass keine Bewertung am Ende steht. Nein, schon im Artikel wird nicht beschrieben "Die Grafik ist eher schlecht", sondern es ist wichtiger, was der Spieler dabei fühlt. Genau dieses Vorgehen auf die Bewertung von Musik anzuwenden, das wäre das, was ich idealerweise vorhabe.
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